Warum man die Abmahnanwälte in Ruhe lassen sollte

Überall wird gejubelt, dass man den armen Kollegen, die von Abmahnungen leben, das „Handwerk“ legen will, den Trog trockenlegen will, ihre möglichen Gebühren deckeln will.

Das geht doch nicht! Man darf nicht verdrängen, dass viele dieser Kollegen nichts anderes können als abmahnen. Nimmt man ihnen die Einnahmequellen oder kürz diese drastisch, was sollen sie tun? Sie werden zum Sozialfall und liegen dann irgendwann dem Steuerzahler auf der Tasche.

Das wäre nicht klug. Also lasst es wie es ist, die Kollegen werden es Euch danken, unsere Rechtsanwaltsrentenkassen füllen und damit auch noch Gutes tun, was wollt Ihr mehr?

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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15 Antworten zu Warum man die Abmahnanwälte in Ruhe lassen sollte

  1. Leser schreibt:

    selten so einen Bullshit gelesen…….wer beschafft Euch Feld- Wald- und Wiesenanwälten in der Summe 400.000 potentielle Mandate p.A. (wenn man den „Abmahnstatistiken“ Glauben schenken darf?? Aber solche billigen Filesharing Mandate hat dieser Star-Anwalt nicht nötig. Vielmehr hat er Zeit und Muße, sich in billigster Polemik zu üben, in der Hoffnung sein Google-Ranking zu verbessern….erbärmlich – Übrigens: stand nicht irgendwann mal in der Bild-Zeitung irgendwas über gewissenlose Strafverteidiger, die sich für Kinderschänder einsetzen?

  2. RA Werner Siebers schreibt:

    Genau, gewissenlose Strafverteidiger, die den Gerichten klarmachen, dass der Verdacht einer „Kinderschändung“ auch zu einem Freispruch reichen muss, wenn Zweifel bestehen.

  3. Gaejawen schreibt:

    Gerade hat mein Sohn in Fb eine Diskussion über Feigheit im Internet… Feige ist u.a. auch sich nicht mit Namen zu einem solchen Schreibwerk zu bekennen, dernach sogar noch anmassend und denunzierend. Wer ernst genommen werden will, sollte „Gesicht“ zeigen!

  4. Christian schreibt:

    Die Alternative zur Abmahnung ist die sofortige Klage. Auch nicht unbedingt schöner für die Betroffenen.

  5. RA Werner Siebers schreibt:

    Klar, und da hilft dann das sofortige Anerkenntnis. Kosten?

  6. Carsten schreibt:

    Wie Kollegen von ihnen schon treffsicher erkannt haben, sind Ihre Bedenken zum Glück unbegründet. Die CDU/CSU hat sich in christlicher Nächstenliebe dem Thema angenommen und hinreichend Formulierungen für die nächsten 10 Jahre Klärung spendiert.

  7. NLG schreibt:

    Das Geld, was die vielen Betroffenen dieser Filesharing-Abmahnungen in die Kassen der wenigen Abmahn-Anwälte spülen reicht allemal aus, um aus den Steuern und Abgaben der nach dieser Umstellung dem echten Wirtschaftskreislauf zur Verfügung stehenden (Mehr-)Kaufkraft den dann betroffenen Anwälten auch die Lebenssicherungs-Transferleistung zu finanzieren. Und es profitieren weit mehr Marktteilnehmer an diesen Umsätzen als bisher…

    Wem nutzen diese Abmahnkanzleien? Den Rechtenhabern? Wohl kaum. Die Verkaufszahlen sind nicht nennenswert gestiegen. Wovon auch, wenn das Geld den Anwälten zufließt. Gut, vielleicht gibt es Rückfinanzierungsmodelle. Das wiederum würde umso mehr für eine Deckelung sprechen.

    Wenn man sich anschaut, wer betroffen ist – dann wird leicht ersichtlich, dass hier nur eines geschieht – Geldschröpfung am schwächsten Glied der Gesellschaft. Denn wer sich nur ein Stück weit auskennt, der geht nicht über Tauschbörsen, sondern lädt sich seine Objekte der Begierde an anderer Steller herunter. Straffrei. Kostenfrei… wenngleich dennoch moralisch verwerflich. Am Ende wird der bestraft, der in Unkenntnis der Sach- und Rechtslage sowie ob seines mangelnden technischen Verständnisses dem nachgeht, was ihm die Gesellschaft vorlebt – der Teilnahme an ebendieser. Und dafür soll er dann bluten? Ein unfaires Spiel! Und daher gehört es reglementiert.

    Wenn diese Anwälte nur abmahnen können, so soll sie dasselbe Schicksal ereilen wie jenen, welcher nur Verbrennungsmotoren bauen kann in einer Zeit, in der es keine Brennstoffe mehr gibt. Evolution eben.

  8. Philip schreibt:

    Wie schön, dass es noch Leute gibt, die Satire verstehen… 😉

  9. rawsiebers schreibt:

    Hin und wieder entsteht bei mir der Eindruck, dass der eine oder andere Leser meines Blogs nicht zwischen den Zeilen lesen kann. Kann ich mit leben, ist aber schade.

    • Leser schreibt:

      Genauso wenig wie Sie, werter Kollege…wenn Sie`s könnten, hätten Sie sicherlich erkannt, dass der Bezug zu den Berichten über Strafverteidiger in der Bild-Zeitung und anderen Prekariats-Medien sich auf die billige Polemik bezieht, die ich Ihnen leider vorwerfen muss……es bleibt dabei: Viele unserer Kollegen würden ohne die zahlreichen Filesharing-Mandate ganz schön zu knabbern haben. Also was soll die ganze Heuchelei?? Die meisten, angeblichen „Medienkanzleien“ , könnten doch ohne Filesharing-Mandate dicht machen. Aber diese Kanzleien würden natürlich – zumindest in der Öffentlichkeit – niemals zugeben, dass Sie ihren Wohlstand AUSSCHLIESSLICH den bösen und – nach Ihrer Aussage – minderbegabten Abmahnanwälten zu verdanken haben. Im Gegenteil: Es wird gewettert was das Zeug hält gegen die bösen Abmahner, die sich der dunklen Seite der Macht zugewandt haben…kommt ja beim einfachen Volk bzw. beim „schwächsten Glied der Gesellschaft“ (ich lach mich tot) auch gut an. In diesem Falle gilt der schöne Ausspruch des ausgeschiedenen Landesvaters von Rheinland-Pfalz: „Einfach mal die Fresse halten!“
      @NLG: Nur zur Info: Für die schwächsten Glieder der Gesellschaft hat der Gesetzgeber die sog. Pfändungsfreigrenzen und andere nette Gimmicks wie Prozesskostenhilfe erfunden. Und die Frage, WARUM der Abmahner abmahnt, hat nichts mangelnder Begabung auf anderen Gebieten zu tun, sondern beantwortet sich schlicht und ergreifend so, wie die Frage, warum der Rüde sich die Eier leckt: WEIL ER`S KANN!

  10. RA Siebers schreibt:

    Gut, ich gebe mich geschlagen, ich hab mir dabei nichts gedacht, verstehe nichts und wollte nur mein Google-Ranking vorantreiben. Ist auch gelungen, so ist es fein.

  11. rahelling schreibt:

    Meine Güte, ist da jemand gereizt. Da ist der Kollege Siebers wohl jemandem auf die Füße getreten.
    Allerdings wundert mich in diesem Zusammenhang die Aversion gegen Strafverteidiger gar nicht: Auch in Sachen Abmahnung wäre es den abmahnenden Kollegen ja lieber, die Betroffenen würden sich nicht mit Hilfe eines Anwalts gegen die Vorwürfe wehren sondern einfach unkritisch zahlen. Natürlich muss sich da auch ein „Kinderschänder“ am besten gleich selbst mindestens einsperren.
    Aber um Ihre Frage aufzugreifen, lieber „Leser“: Warum vertreten wir gewissenlose Strafverteidiger so böse Individuen? Nicht nur weil wir es dürfen, sondern weil wir es WIRKLICH können und es eine der Säulen unseres Rechtsstaats ist.

  12. Mohr schreibt:

    aha, wieder was Neues gelernt: Abmahner und Rüden lecken sich die eigenen Eier. Auch ne sinnvolle Beschäftigung….

  13. Uwe schreibt:

    wenn ich so lese, was „Leser“ schreibt, dann weiß ich eines sicher: von Leser möchte ich nicht als „Kollege“ angesprochen werden!!

  14. kj schreibt:

    Sie müssen die Opfer verstehen. Yacht, Privatflugzeug, drei Villen mit je zehn Schlafzimmern sowie drei Ex-Frauen und 2 Geliebte verursachen nun mal einiges an Kosten.
    Da kann es nicht angehen, das so ein 16 jähriger einfach kostenlos einen Song runterlädt.
    Das kann man nicht der Strafjustiz überlassen, die würde eh nur Arbeitsstunden oder eine minimale Geldstrafe verhängen.
    Jetzt ist es so, das er mit einem Wohnungseinbruch besser wegkommt bei der er der alten Frau die Ersparnisse klaut, als mit einer Abmahnung beim Illegalen Download.
    Und das ist gut so, die alte Frau hat ihre Rente und das sollte reichen.

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