Dummschwätzige Experten

Immer wieder bewundernswert, welch fachliche Pappnasen sich manche Parteien in die vorderen Reihen setzen und welch gequirlte Stoffwechselendprodukte von diesen dann produziert werden.

Jetzt mal wieder bei der SPD (Es könnte jede andere Partei sein):

Angesichts der jüngsten Enthüllungen über dubiose Bankengeschäfte verlangt der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans härtere Strafen für kriminelle Finanzjongleure.

Er sagte der „Neuen Westfälischen“, dass „diese Herrschaften nur auf zeitgemäße Kontrollen und Strafen reagieren“. Millionen seien für sie „nur Spielgeld, bei Haftstrafen sieht das schon anders aus“. Walter-Borjans forderte eine bessere Ausstattung der staatlichen Kontrollbehörden zur Bekämpfung von Geldwäsche. 

„Unser Besteck ist dieser Größenordnung überhaupt nicht mehr gewachsen“, sagte er. „Wenn man auffliegt, kommt man viel zu billig davon.“ Deshalb benötigten die Aufsichtsbehörden mehr Kompetenzen bei der Ermittlung von Straftaten.

Quelle: Newsticker

Wenn denn das stimmt, was der unendlich charismatische Doppelnämler (wie sieht der eigentlich aus?) dort ausgestoßen haben soll, wäre es vielleicht gut gewesen, wenn er sich zuvor einmal informiert hätte, wie das mit der Gewaltenteilung so aussieht, und dass die bessere Ausstattung von Ermittlungsbehörden nicht zu härteren Strafen führt, und dass die Kritik einer x-beliebigen „Grauen Maus“ aus dem Polituntergrund an angeblich zu milden Strafen nicht die wohl kritisierten Richter, vielmehr Politiker wie ihn selbst treffen müsste.

Richter können keine Gesetze ändern, sie sind daran gebunden. Und wem Strafrahmen nicht passen, muss sich um die Gesetzesänderung kümmern und nicht die Richter bashen; wer das tut, gibt nur grünes Licht dafür, zu erlauben, dass man ihn einen nichtswissenden Dummschwätzer nennt.

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TOP-Rechtsanwalt im Strafrecht laut FOCUS von 2014 bis 2020

Ja, auch ich bin wieder, wie seit 2014 jedes Jahr, auf die FOCUS-Liste der TOP-Rechtsanwälte im Strafrecht gekommen, mit meinen Sitzen in Halle/Saale und Braunschweig sogar der einzige in Sachsen-Anhalt und in Niedersachsen.

Ich danke allen Kollegen, die mich auf die Liste geschubst haben, angeblich sollen es „häufige Empfehlungen“ gewesen sein, was bedeutet, dass die Anzahl der mich betreffenden Empfehlungen innerhalb der Liste im oberen Viertel liegt (Top-25-Prozent).

Da ich auch auf die Liste des STERN geraten bin, scheine ich nicht allzu viel Blödsinn verzapft zu haben.

DANKE!

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Festschrift zum 70. Geburtstag von Gebühren-Papst Detlef Burhoff

Nein, man sieht es ihm nicht an, und wenn man ihn kennt, wettet man Haus und Hof: dieser Mann ist niemals schon 70!

Mittlerweile Generationen von Juristen und Rechtsanwälten kennen „Den Burhoff„, der irgendwann von einem bekannten Bewunderer völlig zu Recht als „Papst“ – ZUMINDEST die Gebühren der Rechtsanwälte die Straf- und OWi-Sachen betreffend – bezeichnet wurde, ein Begriff, der sich schnell eingebürgert hat.

Und das ist auch gut so! Denn er hat es verdient.

Was uns diese Ikone des Gebührenrechts in vielen Jahren an Fortbildungs- und Nachschlageliteratur geliefert hat, liefert und hoffentlich noch lange liefern wird, ist einmalig, aber lange nicht alles.

Auch sein Blog, seine social-media-Mitteilungen, seine persönliche Hilfsbereitschaft und all das, was ihn sonst noch ausmacht, zwingen dazu, ihn als das zu bezeichnen, was nichts mit seiner jugendlich drahtigen Figur zu tun hat, nämlich als:

DAS Schwergewicht der Strafrechtsliteratur!

Was gibt es alles von ihm, dem Papst, was JEDER, der sich ernsthaft mit Straf-, OWi- und Gebührenrecht befassen muss oder will, griffbereit im Regal haben MUSS:

Blog

Handbuch für das strafrechtliche Ermittlungsverfahren

Handbuch für die strafrechtliche Hauptverhandlung

Handbuch für die strafrechtlichen Rechtsmittel und Rechtsbehelfe

Handbuch für die strafrechtliche Nachsorge

Handbuch für das straßenverkehrsrechtliche OWi-Verfahren

RVG – Straf- und Bußgeldsachen

Messungen im Straßenverkehr

und einiges mehr!

Um diesem humorvollen, integren und sich immer selbst treuen „Papst“ die – wenn nicht ihm, wem sonst?! – zustehende Ehre zu erweisen, haben einige Autoren für ihn Aufsätze/Artikel für „seine“ Festschrift zu seinem 70. Geburtstag geschrieben, die dankenswerterweise von dem Kollegen Rechtsanwalt Marc N. Wandt aus Essen im ZAP-Verlag herausgegeben wurde, und die dem Jubilar von einigen der Autoren als Überraschung zu seinem Geburtstag persönlich überreicht wurde.

Schon jetzt ist die erste Auflage ausverkauft, es wird hoffentlich zeitnah eine weitere Auflage oder einen Online-Zugriff geben.

Lieber Detlef, DANKE für all das, was Du uns Juristen gibst, DANKE was Du den Menschen gibst, die Dich kennen, und: wir freuen uns auf weitere gemeinsame Feiern!

Autoren der Festschrift:

Marc N. Wandt

David Herrmann

Daniel Amelung

Thorsten Hein

Anika Klein

Mirko Laudon

Tim Lorenzen

Tobias Rudolph

Kerstin Rueber-Unkelbach

Timo Scharrmann

Heinrich Schmitz

Olaf Schröder

Harald Stehr

Michael Stephan

Ingo Klaus Wamser

Nico Werning

Mathias, Hans-Peter und Michael Grün

Wolfgang Stahl

Joachim Volpert

Werner Karl Rudolf „Kantholz“ Siebers

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Oliver Pocher – Sprachrohr des Pöbels

Oliver Pocher, viele finden ihn witzig, einige so „Na ja“, der Rest einfach nur nervend, egozentrisch und neunmalklug.

Was an ihm ausgesprochen widerlich ist, zeigt sich darin, dass er sich zum Sprachrohr des Pöbels macht, indem er – sich seiner Medienpräsenz bewusst – andere Menschen vorverurteilt, dabei jeglichen Respekt vor unser Rechtssystem tragenden Grundsätzen mit Füßen tritt und der Unschuldsvermutung seinen pickeligen nackten Arsch zeigt.

Herr Pocher, wenn Sie es wirklich nötig haben, um sich zu profilieren, Ihre eigene Kasse zu füllen oder Ihren unregulierten Aggressionshaushalt in den Griff zu bekommen, sich vom gern kritischen Komiker zum radikalen Hetzer unter Missachtung  unser Gesellschaftssystem tragender Prinzipien zu wandeln, sollten Sie einen Aufnahmeantrag bei der AFD stellen, das passt zu Ihrem Verhalten.

Oder wie darf man die Vorverurteilung von Herrn Metzelder, der mir weder bekannt noch sonst verbunden ist, verstehen?

Dämliche und wichtigtuerische Sprüche wie:

Und du wolltest mir eine Unterlassung von deinem Anwalt reindrücken, Christoph Metzelder!? Vergiss es. Du bleibst widerlich, so lange du dich nicht distanzieren kannst. Ich werde mir von deinem Anwalt bestimmt nicht den Mund verbieten lassen. Habe definitiv die bessere Anwältin und die bessere Ausgangslage.“

zeigen, welch Geistes Kind Sie sind: Die Unschuldsvermutung missachtende verächtliche Hetze verbunden mit dem Kindergartenniveau, mein großer Bruder ist stärker als Deiner. Leider nicht nur lächerlich sondern ausdrücklich widerlich!

 

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Ist es schon Beugung oder nur ein wenig Verbiegung?

Es gibt Gerichte, an denen können sich vermeintliche Alpha-Männchen alles erlauben, die Kollegen aus dem Krähennest werden es schon halten. Ein Beispiel aus einem nicht im Süden gelegenem Bundesland sinngemäß:

Die Äußerung des abgelehnten Richters: „Das glaubt Ihnen kein Schwein“, kann im Rahmen einer Gerichtsverhandlung aufgrund der umgangsprachlichen Formulierung unüblich gewesen sein, wird aber nicht beanstandet.

Mit der Äußerung ist keine abschließende Bewertung der Zeugenaussage erfolgt, die darauf schließen lassen könnte, der abgelehnte Richter habe sich in Bezug auf die Glaubhaftigkeit der Aussage des Zeugen bereits endgültig und zu Lasten des Angeklagten festgelegt.

Es glaubt doch wirklich kein Schwein, wozu Krähen sich so herablassen, oder?

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