Entschuldigung, dass ich meine Pflicht tue

Scheinheiliges Anbiedern

Mancher Richter kann seine tatsächlichen Gedanken kaum verbergen.

So der/die/das Vorsitzende einer Strafkammer, der/die/das sich schleimtriefend bei jedem als Zeugen vernommenem Polizeibeamten nach Beendigung seiner Vernehmung in der Hauptverhandlung fast weinerlich dafür entschuldigt, dass dieser nun so viele Fragen beantworten musste, dass ihr/ihm klar sei, dass das den Zeugen genervt habe, dass das aber natürlich daran läge, dass auch andere Prozessbeteiligte alles genau wissen müssten bla bla bla.

Niemandem bleibt verborgen, dass damit zum Ausdruck gebracht wird, dass ihr/ihm das intensive Nachhaken der Verteidiger auf den Keks geht und sie/er/es sich darin gestört fühlt, den Abschlussbericht der Kriminalpolizei per copy and paste zur Urteilsbegründung zu machen.

Unprofessionelle Unseriösität sagte ein Kollege dazu: Ich finde das irgendwie passend.

Staat Keks:

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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