Ich hab kein Dach über dem Kopf und bin vermüllt

Niemand hätte es ausgerechnet mir zugetraut, aber ja: Ich fahre nun (auch) Elektroauto! Einen schicken KIA EV6 mit allem möglichen Schnickschnack, 800-Volt-Technik, deshalb Schnellladung und gute Reichweite.

So weit, schnell und gut.

ABER!: Welche Vollhonks, Oberidioten oder Schrumpfhirne planen eigentlich Ladestationen für Elektrofahrzeuge?

Fast alle Stationen, die ich bisher angefahren bin, haben eins gemeinsam: Es gibt keine Überdachung, keinen Papierkorb und keine Sitzgelegenheit.

Beinahe jede schnöde Tankstelle ist überdacht, Elektroladestationen sind es nicht. Warum? Glauben die Planer, Elektroautofahrer sind besonders regenresistent oder Schirmliebhaber.

Jede schnöde Tankstelle hat Papierkörbe/Mülleimer, Elektroladestationen nicht. Warum? Gerade, weil man beim Laden ein wenig oder ein wenig mehr Zeit hat, liegt ein Aufräumen oder Säubern des Inneren des Autos nahe. Und wohin mit dem Müll? Viele werden ihn einfach in der Umgebung der Ladesäulen entladen, weil es keine Müllsammler gibt.

Keine schnöde Tankstelle hat eine Bank, warum aber auch die Ladesäulen nicht. Gerade bei feinem Wetter würde es sich anbieten, dort Platz zu nehmen und zu lesen oder den hochspannenden 😉 Ladevorgang zu beobachten, der ja nun etwas länger dauert als das Tanken mit Benzin oder Diesel.

Ähnliche Konstruktionen wie bei Bushaltestellen wären wünschenswert und sicher auch bezahlbar, ich jedenfalls würde solche Säulen deutlich öfter konsultieren als die „nackten“.

Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019, 2020)
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