Wenn Karrieregeilheit das Resthirn frisst – Corona und Richter

Hardliner in den Gerichten – potentielle Körperverletzer und Totschläger

Es entsteht Tag für Tag mehr der Eindruck, dass es Richter gibt, die glauben, mit besonderer Härte im Ablehnen von dringend notwendigen Maßnahmen die eigene Karriere oder das eigene Ego so zu fördern, dass sie dann als die großen Helden dazustehen – es geht ihnen erkennbar um nichts als um die eigenen vermeintlichen Vorteile, sie riskieren dabei nicht nur die eigene Gesundheit, vielmehr die von uns allen!

Corona-Krise: Justiz-Gewerkschaft verlangt Schließung der Gerichte

Angesichts der Corona-Krise in Deutschland hat die Deutsche Justiz-Gewerkschaft (DJG) eine Schließung der Gerichte für mindestens zwei Wochen gefordert.

Nohfelden (dts Nachrichtenagentur) – „Die akute Corona-Krise ist eine Gefahr für die Mitarbeitenden in Gerichten und Staatsanwaltschaften. Es ist daher jetzt notwendig, die Gerichte für mindestens zwei Wochen zu schließen“, sagte Emanuel Schmidt, der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). Nur eine solche Maßnahme schütze das Personal und die Menschen in den Gerichten und Staatsanwaltschaften vernünftig.

„Prozesse vor Gericht können verschoben werden, Dienststellen der Gerichte und der Bewährungshilfe könnten Notfallnummern und Eildienste einrichten“, so der DJG-Bundesvorsitzende weiter. Der Postverkehr etwa zwischen Anwaltschaft und Gerichten könne dagegen weiterhin laufen. Aus Sicht der Justiz-Gewerkschaft agiere bisher jede Justizbehörde in Deutschland unterschiedlich.

„Es ist ein Flickenteppich an Maßnahmen und kein kontrolliertes Krisenmanagement“, kritisierte Schmidt. Kontrollen an den Eingängen zu Gerichten könnten durch die Justizwachtmeister nicht mit dem gebotenen Abstand von zwei Metern zu den Besuchern geleistet werden. „Und auch in der Bewährungshilfe ist ein direkter Kontakt zu den Straftätern für die Mitarbeiter der Behörde riskant, gerade weil die Klienten häufig weiterhin Kontakt in die Drogenszene oder das Geschäft mit der Prostitution halten“, sagte Schmidt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Quelle: Meldung der dts Nachrichtenagentur vom 18.03.2020

Und, was geschieht statt dessen?

Völlig abgedrehte Hardliner, die dann möglicherweise auch noch in ihren abgeschotteten Präsidentenzimmern hausen und sich die kleinen Eierchen schaukeln, kommen dann auf die Idee, (beispielhaft für viele) solche Todesurteile vorzubereiten wie:

„Der Wachtmeisterdienst bleibt zur Umsetzung der erhöhten Sicherheitsvorkehrung und zur Aufrechterhaltung des zwingend erforderlichen Dienstbetriebes  aufrechterhalten.“

„Auch die Beschäftigten der Verwaltung bleiben im Dienst und stehen für Fragen jederzeit zur Verfügung.“

„Strafsachen sind nach Ermessen des jeweils zuständigen Richters weiter zu verhandeln.“

Ausgangssperren stehen in Deutschland unmittelbar bevor, weil dummdreiste Vollidioten die dringenden Empfehlungen missachten und weiter zusammen feiern, grillen, zusammenhocken, Party machen und anordnen, dass Menschen in Gerichten zusammen kommen müssen.

Sie nehmen dabei billigend in Kauf, dass dadurch, insbesondere durch das Anordnen des Weiterbetreibens des Gerichtsalltages, dort gesunde Menschen angesteckt werden, erkranken und sterben.

Richter, die so handeln, sind potentielle Körperverletzer und Totschläger.

Kranke Mitarbeiter – egal.

Kranke Angeklagte – erst recht egal.

Kranke Verteidiger – gut so!

Hauptsache, ich muss meine kleine Blase, die auf dem Hals sitzt, nicht aus dem Stoffwechselendproduktausgang derjenigen herausziehen, die mir eine höhere Ziffer hinter meiner R-Besoldung geben können, wenn ich so handele, wie ich meine, dass die es gerne sehen.

ABSCHAUM!

Auch lesenswert, nein, ein MUSS, was Detlef Burhoff dazu zu sagen hat.

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019)
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