Scharlatane in Richterrobe

Vorsitzender zweiter Klasse, wenn nicht fünfter oder ohne Klasse

Es kommt immer wieder vor, dass sich Strafrichter, darunter auch erwachsene Vorsitzende von Strafkammern, outen, dass sie nicht nur keine Ahnung von der Anwendung des Grundsatzes „in dubio pro reo“ haben, dass sie vielmehr eine grundsätzlich ungesunde Einstellung zu ihrer Aufgabe haben.

Weil sie ihren Verurteilungsdrang nicht befriedigen können und das Prinzip „in dubio pro reo“ eigentlich hassen, können sie es nicht lassen, zumindest in der mündlichen Urteilsbegründung von „Freisprüchen zweiter Klasse“ zu sprechen.

Natürlich sind sie rückgratlos und feige, denn in den schriftlichen Urteilsgründen lassen sie dann die Dokumentation ihrer verqueren Berufseinstellung, weil sie positiv wissen, dass das, was sie tun, gesetzwidrig und falsch ist.

Jüngstes Beispiel:

Der 35-jährige Ehemann und Vater wurde wie von der Anklage im Plädoyer gefordert freigesprochen. Das Verfahren habe nicht klären können, inwieweit er über den akuten Gesundheitszustand seines Sohns informiert gewesen sei. Klösges  (Vorsitzender einer Strafkammer am Landgericht Aachen) sprach von einem „Freispruch zweiter Klasse, wenn nicht dritter Klasse“.

Quelle: t-online

Verantwortungsvolle Landgerichtspräsidenten sollten solche Scharlatane sofort von den Aufgaben als Strafrichter befreien, um die Bevölkerung vor solchen Auswüchsen zu schützen.

Ein Freispruch ist ein Freispruch, und wenn es Zweifel gibt, ist die Tat nicht nachgewiesen. BASTA!

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019)
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