Scheinheiliges Anbiedern verteidigt

Und sie wissen nicht, was sie tun

Ich habe hier berichtet über Richter, die sich aus abstrusen Gründen gehalten sehen, Polizeibeamten, die als Zeugen in einer Hauptverhandlung vernommen werden, raffinierten Zucker zu Staub zu malen, um ihnen, also den Polizeizeugen, diesen dann anal durch den Schließmuskel zu pusten.

Wie sagte ich so schön: Scheinheiliges Anbiedern

Da wird gelobhudelt für die tolle Arbeit, sich entschuldigt für die angeblich dummen Fragen und die ach so vertane Zeit, die die Zeugen vor Gericht verbringen mussten.

Gemeint damit waren damit einige Richter, aber zwei, die das gelesen haben, fühlten sich direkt angesprochen und haben reagiert. Allerdings völlig unterschiedlich!

Der/die/das ein/e Richter sprach mich persönlich an, klärte sogleich, dass er das bisher auch oft so gemacht habe, jetzt aber ins Denken gekommen sei und zukünftig diese Polizeizeugen genauso behandeln werde wie alle anderen Zeugen, zumal diese ja auch nur ihre Arbeit machen und die gleichen Pflichten hätten wie alle anderen Zeugen (und mindestens genauso oft lügen wie andere Zeugen).

Der/die/das andere Richter sah das offenbar völlig anders, fühlte sich witzigerweise aber durch den Blogartikel auch auf den Punkt getroffen, hat sich dann aber zu einem ganz anderen – nicht nur in meinen Augen ausgesprochen peinlichen – Weg hinreißen lassen.

In öffentlicher Hauptverhandlung verteidigte der/die/das Richter völlig ohne jeden Zusammenhang zu dem laufenden Verfahren und für die meisten Prozessbeteiligten und Zuschauer absolut unverständlich auch noch dieses abstruse Geschleime, offenbar glaubend, dass mich diese Worte tief treffen und andere dazu bringt, es gut zu finden, Polizeizeugen dort hinzukriechen, wohin zuvor der zu Staub gemahlene Zucker verblasen wurde.

Na ja, jeder, wie er/sie/es es braucht. Das Sahnehäubchen auf der unprofessionellen Unseriösität!

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016, 2017 + 2018)
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