Wenn Staatsanwälte ins Labern kommen

Es geht immer noch schlechter

Ein Verfahren vor einem Landgericht, 6 Angeklagte, 15 Verhandlungstage.

Zunächst wurde hart gefochten, der Sitzungsvertreter als beleidigte Leberwurst konnte es nicht einmal über das Herz bringen, den einen oder anderen Verteidiger zu grüßen – hat mich hart getroffen.

Anfangs wurde im Verfahren hart gestritten, u.a. wurden Beweiserhebungsverbote und Beweisverwertungsverbote geltend gemacht.

Letztendlich gab es aber für vier Angeklagte einen Deal, die beiden weiteren Angeklagten haben ein Geständnis abgelegt, ohne sich einem Deal hinzugeben.

Dann der große Tag, das Plädoyer des Staatsanwaltes: Vorgetippt und schlecht abgelesen, na ja.

Aber dann, der Inhalt: Langatmig pomadiges Gerede über das Nichtvorliegen der Beweiserhebungsverbote und der Beweisverwertungsverbote. Nicht nur rechtlich dünn, sondern völlig überflüssig in Anbetracht der Geständnisse.

Mal wieder einer, der sich offenbar gern reden hört, ohne zu bemerken, dass der Inhalt des Geredes unterirdisch ist.

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016, 2017 + 2018)
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