Jens Gnisa – ein Richter auf Reichsbürgerniveau?

Das Ende der Gerechtigkeit

Ein Zivilist, ein Richter, der nach Auskunft einiger seiner Mitarbeiter recht schlecht den Verwaltungshengst in „seinem“ Amtsgericht gibt, der, soweit es seine kostbare Zeit neben dem untauglichen Versuch, durch Talk- und andere  Mann-auf-der-Straße-Shows sein Eigenwertgefühl aus dem Morast des Selbstmitleides zu zerren, als Richter in Zivil- und Zwangsvollstreckungssachen tätig ist, gibt den Trump für Arme.

Er quatscht, palavert, salbadert und parliert über Dinge, von denen er keine Ahnung hat. Stellt Behauptungen auf, die falsch sind und suggeriert in Kenntnis des Umstandes, keine Ahnung zu haben, Lösungen gefunden zu haben, die Reichsbürgerniveau … leider nicht einmal erreichen, aber das wird er sicher bald schaffen.

Behauptet, Verteidiger waren „früher noch Organe der Rechtspflege, jetzt seien viele von ihnen eher Gehilfen der Angeklagten“! Bravo Herr Gnisa.

Kennen Sie die Norm, von der Sie suggerieren, dass Sie sie zitieren?

Bundesrechtsanwaltsordnung
§ 1 Stellung des Rechtsanwalts in der Rechtspflege

 

Der Rechtsanwalt ist ein unabhängiges Organ der Rechtspflege.
Was ärgert Sie? Dass Rechtsanwälte sich herausnehmen, nicht Sklaven, also Abhängige  Ihrer angeblichen Rechtspflege sondern unabhängige Organe zu sein?
Was ärgert mich? Dass Sie dummes Zeug reden? Nein, dafür sind Sie viel zu unwichtig.
Aber dass Sie von etwas reden, das Sie nicht einmal vom Hören und Sagen kennen, sondern nur von einigen wenigen gescheiterten Konfliktrichtern, die nicht in der Lage sind, einen Prozess vernünftig zu strukturieren. Wann haben Sie das letzte Mal selbst einem Strafprozess beigewohnt, der durch das Verhalten vieler Anwälte unerträglich in die Länge gezogen wurde? Nie, vor 50 Jahren? Erfunden? Gelogen?
Schon einmal von Verfahren gehört, die geplatzt sind, weil ein Vorsitzender diskriminierende Aufkleber in seinem Dienstzimmer hatte und die Justiz dafür die Ausrede des erreichen des Pensionsalters erfinden musste?
Schon einmal von Verfahren gehört, die in die Verjährung getrieben wurden, weil Staatsanwaltschaften entlastendes Material zurückgehalten haben.
Schon einmal von Scharlatanen gehört, die die Maske des Rechtsstaates missbrauchen, um Vorschläge für Justizreformen zu unterbreiten, die in Wirklichkeit das Ende der Gerechtigkeit bedeuten würden? Schon einmal in den Spiegel geschaut?
Unfassbar, dieser Mann!
Gut, dass es andere gibt:

Hamburgs Justizsenator betont Bedeutung der Rechtsanwälte für deutschen Rechtsstaat
In seiner Rede auf der Mitgliederversammlung der Hanseatischen Reachtsanwaltskammer am 23.04.2018 hat Justizsenator Till Steffen (Grüne) dem scheidenden Vorsitzenden Otmar Kury für mehr als zehn Jahre unerschrockene und standfeste Arbeit in der Kammer gedankt und dabei die große Bedeutung der Anwälte im deutschen Rechtsstaat betont. „Recht muss für alle da sein, für Groß und Klein, in allen Winkeln, für alle bezahlbar und nachvollziehbar“, so Steffen.

Steffen: Gute Gesetze allein nicht alles

“Gute Gesetze helfen nichts, wenn es niemanden gibt, der sie hartnäckig und manchmal auch unerschrocken durchzusetzen weiß“, sagte der Justizsenator und ergänzte: „Über den Schutz von Verbrauchern gegen übermächtige Konzerne, einen Nachbarschaftsstreit bis hin zum millionenschweren Merger&Acquisition-Großprojekt. Sie alle können stolz auf sich und auf das sein, was Sie in Ihrem Berufsalltag leisten.“

Redaktion beck-aktuell, Verlag C.H.BECK, 25. April 2018 .“

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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