Kronzeuge Anil O. – Zu 6 Jahren und drei Monaten Haft in der Türkei verurteilt

Abu Walaa-Verfahren vor dem OLG Celle mit aufgebundenen Bären

Der Kronzeuge Anil O. der Generalbundesanwaltschaft im IS-Verfahren vor dem OLG-Celle (Abu Walaa – Verfahren) ist in der Türkei zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren und drei Monaten verurteilt worden.

Vor dem Oberlandesgericht Celle bekundet er als Zeuge, von dieser Verurteilung nichts zu wissen, sein Anwalt in der Türkei habe ihn darüber nicht informiert.

Kann man glauben, muss man nicht glauben.

In bestimmten Presseberichterstattungen taucht die Tatsache seiner Verurteilung, die seit einer Woche bekannt ist, insbesondere auch den im Saal befindlichen Berichterstattern, nicht auf.

Ist das nicht gewollt? Wer will, dass diese Tatsache nicht bekannt wird? Erschüttert dieser Vorgang die Glaubhaftigkeit der Angaben des Zeugen?

Man weiß es nicht so genau.

Was man weiß, ist, dass der Zeuge jetzt bestätigt hat, in der Türkei das Gericht angelogen zu haben, um für sich dadurch Vorteile zu erreichen. Und, wer einmal ein Gericht anlügt, um Vorteile daraus zu ziehen, wird mit dieser Masche möglicherweise auch vor deutschen Behörden und Gerichten versuchen, sich alle denkbaren Vorteile zu sichern. Oder?

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016, 2017 + 2018)
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