Anschlag in Belgien auf jüdisches Museum 2014 – Hirntumor beim Angeklagten?

Prozess geplatzt?

Auch so können Prozesse „platzen“. Langes Warten, aus welchen Gründen auch immer, erleichtert weder die Rechtsfindung noch steigert es den Eindruck von Gerechtigkeit.

Mehdi Nemmouche, dem vorgeworfen wird, im Mai 2014 im Jüdischen Museum von Brüssel vier Menschen erschossen zu haben, ist offenbar nicht prozessfähig. Die Nachrichtenagentur Belga berichtet mit Berufung auf den Anwalt des Franzosen, Nemmouche sei wahrscheinlich an einem Hirntumor erkrankt.

Es gebe keinen Prozess gegen Nemmouche, sondern nur die Parodie eines Prozesses, so sein Anwalt Sébastien Courtoy. Die Gefängnisleitung sei schuld, dass sein Klient derzeit nicht in der Lage sei, an diesem Verfahren teilzunehmen, sagte er.

Notwendige ärztliche Untersuchungen würden ihm nicht gewährt, so Courtoy. Der Angeklagte war an diesem Donnerstag einem Untersuchungsrichter vorgeführt worden und hatte erklärt, dem Prozess aus gesundheitlichen Gründen nicht beiwohnen zu können. Nemmouche war wenige Tage nach dem Überfall auf das Brüsseler Museum in Marseille in Südfrankreich verhaftet worden.

Quelle: euronews

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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