Eine Idee ist geboren

Helgoland zu Guantanamo machen

So kann es gehen. Man hat eine Idee, weiß aber genau, dass diese Idee so negativ spektakulär ist, dass man sie nicht offen aussprechen darf.

Eine denkbare Taktik kann dann sein, diese Idee als etwas zu präsentieren, was völlig abwegig ist, damit die Idee zumindest schon einmal in der Welt ist. Und dann abwarten, bis andere diese Idee aufgreifen und dann versuchen, sie umzusetzen.

Vielleicht war es so, vielleicht auch nicht, als das geäußert wurde:

Trotz der Einigung der Bundesregierung auf ein härteres Vorgehen gegen islamistische Gefährder sind aus Sicht des Bundes der Kriminalbeamten (BDK) noch zahlreiche Fragen offen. BDK-Vorsitzender André Schulz sagte im Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch): „Fußfesseln sind kein Allheilmittel. Sie können nur ein Baustein sein, wenn es darum geht, gegen Gefährder vorzugehen.“ Schulz betonte, eine Abschiebehaft von Gefährdern komme nur dann in Frage, wenn es sich um ausreisepflichtige Ausländer handle. Unklar sei, wie bei Gefährdern mit deutschem Pass oder Staatenlosen verfahren werden soll. Auch darauf müsse die Bundesregierung Antworten geben, forderte Schulz. Der Polizeigewerkschafter warnte zugleich aber auch vor übertriebenen Maßnahmen: „Wir wollen Helgoland nicht zu Guantanamo machen. Schließlich befinden wir uns in einem Rechtsstaat.“

Quelle: Finanzen.net

Zumindest bei Rainer Wendt und bestimmten Parteien kann ich mir vorstellen, dass man auf diese Idee ganz schnell einsteigen wird, natürlich noch mit einem Riesennetz über der Insel – als Hubschrauberabwehr.

Kugel

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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