Knöllchen-Horst bei der Staatsanwaltschaft auf die Nase gefallen

Knöllchen-Horst fühlte sich beleidigt

Wer kennt Knöllchen-Horst nicht? Sogar Wikipedia widmet ihm einen Eintrag:

Horst-Werner Nilges, bekannt als Knöllchen-Horst (* um 1954) ist ein deutscher Frührentner, der durch seine privaten Anzeigen von Verkehrsverstößen bekannt geworden ist. Er lebt in Badenhausen im Landkreis Osterode am Harz.

Seit 2004 hat er etwa 50.000 Anzeigen erstattet (Stand 2016).[1][2][3] Bundesweit bekannt wurde er durch die Falschmeldung der Deutschen Presse-Agentur (dpa), er hätte einen Rettungshubschrauber im Einsatz wegen Falschparkens angezeigt.

Jetzt ist es aber blöd gelaufen für Knöllchen-Horst, ihm wurde bescheinigt, dass er – entgegen seiner Ansicht – nicht beleidigt wurde.

Der als „Knöllchen-Horst“ bekannt gewordene Frührentner aus Niedersachsen ist mit einer Serie von Strafanzeigen wegen Beleidigung gescheitert. Man habe die etwa 15 Verfahren aus verschiedenen Gründen eingestellt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen. Mit seinen Einsprüchen dagegen habe der Jäger von Falschparkern bei der Oberstaatsanwaltschaft ebenfalls keinen Erfolg gehabt.

Quelle: Spiegel Online

Jetzt hat Horst bestimmt eine Knolle, Krawatte, einen dicken Hals oder was auch immer. Seine „Tätigkeiten“ einstellen? Ich glaube es nicht!

Skat für Schäuble

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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2 Antworten zu Knöllchen-Horst bei der Staatsanwaltschaft auf die Nase gefallen

  1. Capitän Schmidt schreibt:

    sehe ich das richtig, dass dieser Typ im Schnitt jeden Tag 11 Anzeigen erstattet hat?
    Ist so ein Mensch nicht besser in einer Einrichtung mit Betreuung unterzubringen?

    • RA Ullrich schreibt:

      Nö, solange er die angezeigten Sachverhalte nicht erfindet und keine illegalen Observationsmaßnahmen o.ä. einsetzt, ist das ein völlig legitimes – wenn auch in dieser Intensität etwas merkwürdiges – Hobby. Selbst wenn der Mann einen pathologischen Spleen haben sollte, gegen den eigenen Willen in die Klapsmühle eingewiesen werden kann man nur bei erheblicher Eigen- oder Fremdgefährdung.
      11 Anzeigen pro Tag zusammenkriegen ist auch gar nicht so schwer, wie es klingt. Stellen Sie sich mal spaßeshalber eine Stunde lang an die Ampelkreuzung einer stark befahrenen Straße und zählen sie mal, wie viele Fahrer mit Handy am Ohr Sie da halten sehen – da könnten Sie bei allen das Kennzeichen aufschreiben, eine kurze Personenbeschreibung des Fahrers notieren und das Päckchen an die Polizei geben, wenn’s Ihnen Spaß macht, da hätten Sie das Tagessoll von Knöllchenhorst wahrscheinlich schon erfüllt.

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