Worum soll sich die Polizei denn nun kümmern?

Terror oder 📱 Telefon?

Kürzungen, Stellenstreichungen, zu wenig Polizei, wichtige Aufgaben können nicht erledigt werden, Gefährder können nicht überwacht werden … manch einem kommen die Tränen, wenn man so liest, was mit unserer Polizei 👮 los oder nicht mehr los sein soll.

Und welch grandiose Idee hat dann unser Bundesverkehrsministerium?

Raus, raus, Autos beobachten:

Das Bundesverkehrsministerium hat die Länder zu schärferen Verkehrskontrollen aufgefordert, um Verstöße gegen das Handyverbot am Steuer zu ahnden. 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – „Wichtiger als pauschale Forderungen für höhere Bußgelder ist eine bessere Kontrolle der Einhaltung unserer Regeln“, teilte das Ministerium den Radiosendern „NDR Info“ und „N-Joy“ mit. „Die Länder müssen ihre Kontrollen verstärken und die bestehenden Möglichkeiten zur Ahndung von Verkehrssünden auch ausschöpfen.“ Das Verkehrsministerium hatte im November eine deutliche Erhöhung der Bußgelder und eine Ausweitung des Verbots auf Tablets und ähnliche Geräte angekündigt.

Quelle: Newsticker

Ja, ich finde auch, dass AmSteuerHandyTelefonierer noch härter bestraft werden sollen, insbesondere, wenn sie rechtsschutzversichert sind, weil leichter kann man als Verteidiger mit völlig sinnbefreiten Verfahren sein Geld 💰 nicht verdienen.

Aber die wenigen und überlasteten Polizisten jetzt zwischen Einsätzen in und um Fußballstadien ⚽️  und Handytelefonierern hin und her zu schicken, muss auch nicht das Gelde vom Ei 🥚sein.

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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5 Antworten zu Worum soll sich die Polizei denn nun kümmern?

  1. Non Nomen schreibt:

    Unerwähnt, aber wohl ein ungeheurer Gewinn für die allgemeine Sicherheit und die Nachtruhe gewisser Politiker ist die Recherche von „Fake News“. Die Polizei wird also künftig mit ihren Sinclair ZX81 Rechnerlein auf dem Wege zu Fußballstadien von Autobahnbrücken aus zu schnell fahrende Handytelefonierer ermitteln, die sie für Fake News verantwortlich hält. Das pralle Leben eben…

  2. Michael Mendelsohn schreibt:

    Straßenverkehrstote 2016: sicher wieder über 3000
    durch Terroranschlag umgekommen: unter 30

    Auf welchem Gebiet kann man leichter Leben retten?

    • rawsiebers schreibt:

      3000 Verkehrstote durchs Handy? Terror als Staatsbedrohung? Denken über den Tellerrand?

    • rawsiebers schreibt:

      Ich habe nichts gegen eine höhere Kontrolldichte bezüglich der Handyverstöße! Aber sich von Ministerium zu Ministerium andere Gedanken darüber zu machen, wie man denn die zu wenigen Polizisten einsetzt, ist sicher diskussionswürdig und stärkt nicht das Vertrauen in eine Regierung.

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