Kafka im Landgericht Frankfurt

Auf in den Weihnachtsfrieden im Landgericht Frankfurt?

Wohl eher weniger.

Nicht nur das Betonverfahren, in dem eine Strafkammer des Landgerichts Frankfurt meint, durch Sitzplatzhopping und Pseudohörpoben den Fairnessgrundsatz ersetzen zu können, beschäftigt die frankfurter Justiz, jetzt kommt auch noch das Kafka-Verfahren hinzu.

In diesem jetzt begonnenen Verfahren wird dem Angeklagten – verteidigt von Rechtsanwalt Carsten R. Hoenig, dem mit Hut und Wanne aus Berlin – vorgeworfen, bei Internetgeschäften nicht deutlich genug auf Kosten hingewiesen zu haben.

Auch in diesem Verfahren hat man es möglicherweise mit dem Grundsatz des fairen Verfahrens nicht so richtig ernst genommen, so dass man sich nun zunächst mit der Frage auseinanderzusetzen hat, ob der Angeklagte berechtigterweise die Besorgnis hat, dass ihm Richter nicht unbefangen gegenübertreten.

Eine hessische Spezialität? Murphy in Frankfurt? Murmeltier-Justiz?

Jedenfalls gibt es nun schon mindestens ein zweites Verfahren im Landgericht Frankfurt, in dem eine Strafkammer nicht damit rechnen darf, dass das sonst vielleicht übliche Abhaken und Runterverhandeln nach Fahrplan so einfach sein wird.

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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