Dörfliche männliche geschlechtsreife Hausrinder

Der Zauber der Belehrung

Die anonyme Anruferin teilt mit, dass sie gesehen hat, wie ein Schüler auf dem Schulhof einer „Oberschule“ eine Drogenzigartte raucht.

Zwei Bemützte fahren mit ihrem Streifengerät los und begeben sich gleich mal zur Frau Direktorin und bitten, den Schüler kommen zu lassen.

So geschieht es. Die beiden Herrschaften befragen den Schüler, nachdem Sie ihm vorgehalten haben, dass sie ihn verdächtigen, im Besitz von Rauschgift zu sein. Der Schüler bestreitet, man begleitet ihn in die Turnhalle, dort muss er seinen Rucksack ausräumen, es finden sich einige Gegenstände, die zum Drogengebrauch benutzt werden könnten.

Nun, also jetzt, nach der Befragung und Durchsuchung, meinen die beiden Mützenträger, sei es an der Zeit, den beschuldigten Schüler auch einmal zu belehren.

Was lernen Polizeibeamte eigentlich? Oder missachten sie öfter als gedacht bewusst die Rechte von Beschuldigten, um dann leichter und „glatter“ an Ergebnisse zu kommen?

Mal wieder unglaublich! Geschehen in Niedersachsen nahe einer Stadt mit einem ziemlich großen Werk für die Herstellung von Personenkraftwagen.

Blöde Kuh

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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2 Antworten zu Dörfliche männliche geschlechtsreife Hausrinder

  1. Miraculix schreibt:

    „Oder missachten sie öfter als gedacht bewusst die Rechte von Beschuldigten, um dann leichter und „glatter“ an Ergebnisse zu kommen?“
    Ersetzen Sie „öfter als gedacht“ doch durch „regelmäßig“. Dann stimmt’s.

  2. Thorsten schreibt:

    Ein Vermieter kündigt einer Mandantin das Mietverhältnis fristlos. Er behauptet, sie habe im Mietshaus vorsätzlich eine wertvolle Sache beschädigt. Außerdem teilt er mit, er habe sie bereits „angezeigt“.

    Drei Tage später erhält die Mandantin eine „Vorladung“ (korrekt: Einladung) der Polizei. Sie soll „als Zeugin“ vernommen werden.

    Ja nee, ist klar… und leider auch übliche Vorgehensweise.

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