Brutto? Netto? Scheißegal!

Auf die Hand will ichs haben

„Brutto, Netto, Scheißegal, auf die Hand will ichs haben“ soll mal ein Bundesligatrainer gesagt haben, als es um seine Vergütung ging.

Ähnliche steuerliche Grundkenntnisse hat ein Kostensachbearbeiter in einem Amtsgericht. Bei einer Pflichtverteidigerabrechnung habe ich einen gezahlten Vorschuss angegeben und gleich noch vorgekaut, welchen Betrag das netto, also ohne Mehrwertsteuer, ausmacht.

Dieser Nettobetrag war dann auch bei den Netto-Pflichtverteidigergebühren nicht anrechenbar.

Und, was macht der Kostensachbearbeiter?

„Natürlich“ rechnet er den Bruttovorschuss inklusive Mehrwertsteuer auf die Netto-Pflichtverteidigergebühren an, so dass ein Abzug vorzunehmen wäre.

Genießen diese Menschen eigentlich eine Ausbildung oder können die machen was sie wollen?

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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3 Antworten zu Brutto? Netto? Scheißegal!

  1. RA Kujus schreibt:

    Das Kürzen liegt denen im Blut. Kann ja nicht sein, dass man am Ende auch noch Geld verdient… 🙂

  2. Christoph Nebgen schreibt:

    So einen Fall habe ich hier auch gerade! Auf meinen höflichen Hinweis an den Kostensachbearbeiter habe ich allerdings noch nichts wieder gehört. Ich glaube, die lernen das in der Ausbildung.

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