ADAC und die schlauen Ratschläge

Gehts noch?

Der ADAC, Berater aller Autofahrer, mal wieder mit einem ganz schlauen Tipp.

In der „Motorwelt“ September 2015 nachzulesen:

Sind die Messgeräte zuverlässig?

Die sind in der Regel korrekt. Nur in wenigen Fällen lassen sich technische Fehler oder eine falsche Bedienung nachweisen. Wenn Sie aber überzeugt sind, dass etwas nicht stimmt, sollten Sie Ihren Anwalt Akteneinsicht nehmen lassen und mit ihm besprechen, ob sich ein Sachverständigengutachten lohnt.

Nur Schwachsinn oder subtile Schonung der eigenen Rechtsschutzversicherungssparte?

Der Laie kann überhaupt nicht beurteilen, ob „etwas nicht stimmt“. Der Gang zum Anwalt macht also nicht erst Sinn, wenn man ein „komisches Gefühl“ hat, sondern schon, um überprüfen zu lassen, ob vielleicht etwas nicht stimmt, obwohl man das selbst nicht einmal ahnt.

Und sowohl technische als auch Bedienungsfehler sind deutlich öfter nachzuweisen als der Laie glaubt. Also hin zum Anwalt, demnächst auch zu mir in meiner neuen Zweigstelle ab dem 15.09.2015 in

Ankerstraße 3b, 06108 Halle/Saale

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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3 Antworten zu ADAC und die schlauen Ratschläge

  1. RA HP schreibt:

    Mit Rechtsschutz vom ADAC am besten jedes Verwarnungsgeld anwaltlich überprüfen lassen!

  2. Duncan schreibt:

    Nun, ich wurde geblitzt, panischer Blick auf den Tacho. OK, ca. 12-15km/h drüber, außerorts. 4 Wochen später kommt das wenig freundliche Schreiben vom Polizeipräsidenten, nach Abzug Toleranz usw. 9 km/h drüber, blah, bitte Zahlen oder Fahrerangaben machen, blah…
    Bei 0 Punkten in Flensburg, überweisen und vergessen, einmal alle 100Tkm kann man mit leben.
    Welchen Vorteil hätten Sie da erreichen können? Nein, ich habe keine Verkehrs-RSV, sondern lieber eine private „Kriegskasse“.

    • ich schreibt:

      In Ihrem Fall haben Sie alles richtig gemacht. Wenn der vorgeworfene Verstoß begangen wurde und die gemessenen km/h (unter Berücksichtigung der Sicherheitsabschläge) dem entsprechen, was man selbst am Tacho abgelesen hat, wäre es für einen „Selbstzahler“ wirtschaftlicher Wahnsinn, noch Verfahrenskosten zu generieren.

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