Meldepflicht für Depressive?

Sind Kranke immer gleich gefährlich?

Hilflosigkeit nach einer Katastrophe ruft immer wieder Schreihälse auf den Plan, die unglaubliche Konsequenzen fordern, manche Protagonisten nutzen Unglücke sogar gezielt und bewusst aus, um mit geschürter Angst eigene überzogene Ziele zu propagieren.

Ein Prinzip, aus dem z.B. Rainer Wendt, Vorsitzender der „Deutschen Polizeigewerkschaft“, einen Großteil seiner hohlen Parolen zieht.

So geschieht es nun von vielen Seiten nach dem tragischen Absturz der Germanwings-Maschine auf dem Flug 4U9525: Einschränkung der ärztlichen Verschwiegenheitspflicht, Meldepflicht für psychische Erkrankungen und mehr werden gefordert.

Wehret den Anfängen. In einer der wenigen fachlich fundierten und lesenswerten Stellungnahmen zu diesem Thema führt die „Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde“ aus:

30% der Bevölkerung in Deutschland leiden im Laufe ihres Lebens ein- oder mehrfach an einer psychischen Erkrankung und sollten durch die öffentliche und mediale Diskussion nicht diskriminiert und stigmatisiert werden.

Eine so genannte Meldepflicht für psychische Erkrankungen und das Durchbrechen der ärztlichen Schweigepflicht wird die Angst und die Scham der von psychischer Erkrankung Betroffenen erhöhen und eine frühzeitige sachgerechte Behandlung verhindern.

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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