Tote Zeugen (Potenz-Verfahren Potsdam 7. Tag)

Brutale Methode

Es gibt in größeren Strafverfahren fast immer mehr oder weniger langfristig angelegte Ladungspläne, aus denen die Beteiligten ersehen können, welche Zeugen an den nächsten Verhandlungstagen zur Vernehmung anstehen.

Es kommt natürlich vor, dass – aus welchen Gründen auch immer – der eine oder andere Zeuge zu dem vorgeplanten Termin nicht vernommen werden kann und deshalb zu einem anderen Termin geladen wird.

So jetzt auch in diesem Verfahren, wobei die Mitteilung des Vorsitzenden:

Wir haben den Zeugen umgelegt!

auch durchaus zu Missverständnissen führen könnte.

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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3 Antworten zu Tote Zeugen (Potenz-Verfahren Potsdam 7. Tag)

  1. CTS schreibt:

    :))))))))))……..ich denke es ist schwer,als Verteidiger,dem Vorsitzenden der Kammer,nicht mindestens mit einem breiten Grinsen gegenüber zu sitzen :))))))

  2. Kai schreibt:

    Der eine (richtige) Tote im Zusammenhang mit diesem Verfahren reicht auch vollkommen …

  3. ostfalk schreibt:

    Ich habe einmal eine Mandantin gehabt, die „nur“ als Zeugin in einem Strafverfahren geladen war und panische Angst hatte. Damals hatte ich sie beraten, was sie sagen müsse und was nicht und konnte sie damit noch bruhigen … nach diesem Blogbeitrag werde ich vorsichtiger sein.

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