Rainer Wendt will nicht in den Puff

Keine Penisproben

In der Regel fällt Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, durch recht verschrobene und nicht immer unbedingt zwingend mit Ernst zu begegnenden Stellungnahmen auf. Aber jetzt kann man ihn verstehen, er will nicht, dass Polizeibeamte oder gar Polizeibeamtinnen Penisproben in Bordellen machen müssen.

In der Polizei gibt es nach einem Bericht von „Bild“ (Samstag) großen Widerstand gegen das geplante Prostitutionsgesetz.

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) wehrt sich demnach dagegen, dass Polizisten die Kondom-Pflicht für freier in Bordellen zu überprüfen. Der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt sagte „Bild“: „Die Kondom-Pflicht ist absolut lächerlich: Es ist keinem Menschen zumutbar, zu kontrollieren, ob ein Freier im Puff ein Kondom trägt oder nicht.“ Wendt forderte zugleich die Mitglieder des Bundestags-Innenausschusses auf, in der ersten Woche nach Inkrafttreten des Gesetzes die Freier persönlich zu kontrollieren.

„Dann werden die Damen und Herren vielleicht begreifen, was sie da eigentlich fordern“, sagte Wendt der „Bild“.

Quelle: newsticker

Jacke für die Wanne

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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2 Antworten zu Rainer Wendt will nicht in den Puff

  1. T.H., RiAG schreibt:

    Der Bundesverband der Exhibitionisten dagegen hat keine Einwände gegen Kontrollmaßnahmen insbesondere durch Polizeibeamtinnen erhoben. „Wir haben nichts zu verbergen“, erklärte ein Sprecher.

  2. Pingback: Selbstleseverfahren, Band 96 - Strafakte.de

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