Was ist los in Dresden?

Beidseitig blind?

Dass in Dresden Behörden inklusive Polizei auf einem Auge – dem rechten – möglicherweise ein wenig blind sein könnten, war schon seit längerer Zeit ein im Raum stehender Verdacht, zumal auch die Masse der „Pegida-Anhänger“ in dieser Stadt überproportional groß scheint.

Aber jetzt, noch blinder geworden?

Nach der Ermittlungspanne um einen in Dresden getöteten Asylbewerber aus Eritrea wird die Kritik an der Polizei lauter.

Dresden (dts Nachrichtenagentur) – „Das ist eine unglaubliche Schlamperei; sie muss personelle Konsequenzen haben“, sagte der Rechtsanwalt und Vertreter der Nebenklage im Münchener NSU-Prozess, Mehmet Daimagüler, der „Berliner Zeitung“ (Onlineausgabe). „Ich stelle mir die Frage, ob es die gleiche Schlamperei gegeben hätte, wenn das Opfer ein Normalbürger gewesen wäre, oder ob man nicht bei einem dunkelhäutigen Asylbewerber mit einer größeren Leichtigkeit davon ausgeht, dass es ein Unfall gewesen sein muss. Aus der Erfahrung mit dem Nationalsozialistischen Untergrund weiß ich, dass ein migrantisches Opfer im Zweifel erst mal kein Opfer sein darf.“

Er fügte hinzu: „Wenn man in einer Stadt lebt, in der jede Woche 20.000 bis 25.000 Xenophobe auf die Straße gehen, dann muss das dazu führen, besonders wachsam zu sein. Die Aufklärung wird jetzt erheblich erschwert, weil die Spurensicherung nicht mehr ordnungsgemäß möglich ist. Ich bin über diese Art von Arbeit erschüttert.“

Quelle: newsticker

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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