Was man sich so fängt (II)

Einfuhr von BtM in nicht geringer Menge (Landgericht Aachen)

Liebe Straftäter,

damit Ihr schon mal in etwa wisst, was Ihr Euch so einhandelt, wenn es zur Sache gegangen ist, gibt es hier hin und wieder Zusammenfassungen von mehr oder weniger unspektakulären Urteilen verschiedener Gerichte.

Ihr werdet dabei auch sehen, dass es oft darauf ankommt, wo Ihr was macht, ob Ihr “etwas” intus hattet, ob Ihr Schadenswiedergutmachung betrieben habt usw.

Das Landgericht Aachen hat am 09.12.2014 (66 KLs-104 Js 34/14-21/14) einen Angeklagten wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmittel in nicht geringer Menge (in Tateinheit mit Beihilfe zum unerlaubten Handeltreiben mit BtM in nicht geringer Menge) zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten verurteilt (nicht rechtskräftig).

Der Angeklagte war nicht einschlägig vorbestraft und stand nicht unter Bewährung, es ging um ca. 5 kg Marihuana (Wirkstoffgehalt 11,7%=584 Gramm THC) und ca. 2 kg Haschisch (Wirkstoffgehalt 14,4%=278 Gramm THC).

Der Angeklagte war geständig, das Rauschgift wurde sichergestellt, das Vorliegen eines minder schweren Falls wurde verneint. Der Verteidiger wird sich im Rahmen der Revision sicher u.a. mit der Entscheidung BGH 2 StR 36/14 vom 08.10.2014 (NStZ-RR 2015, 16) auseinandersetzen.

Einsender: RA Marc N. Wandt, Iserlohn

BtM 29

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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