Kann man Lücken kaufen?

Der BND kann

Als neuen Job sollte man sich Lückenverkäufer auf die Wunschliste schreiben; ist offenbar eine zukunftsorientierte Branche, in der der Staat helfen will, schnellstmöglich die Gewinne zu optimieren.

Die geheimen Pläne des Bundesnachrichtendienstes, sich auf dem Schwarzmarkt für Software-Sicherheitslücken einzudecken, stoßen auf Kritik. Der SPIEGEL deckt den Plan in seiner aktuellen Ausgabe auf. Demnach will der Geheimdienst verschlüsselte Internetverbindungen knacken, wie sie zum Beispiel beim Onlinebanking oder dem Verschicken von E-Mails eingesetzt werden.

Der Chaos Computer Club warnte vor dem staatlichen Ankauf von Sicherheitslücken zu Überwachungszwecken. Sicherheitslücken gehörten geschlossen und nicht verkauft und geheimgehalten, so der Hacker-Club in einer Mitteilung. Es könne nicht sichergestellt werden, dass Sicherheitslücken nicht auch von Kriminellen entdeckt oder parallel an diese verkauft würden.
Chaos Computer Club warnt vor Bieterwettstreit

Der Erwerb und Handel von Sicherheitslücken stelle eine vorsätzliche Schädigung der deutschen Wirtschaft dar, so die IT-Experten. Die käme schon heute kaum hinterher beim Verteidigen ihrer Systeme gegen Angriffe. Außerdem warnt der Chaos Computer Club vor einem Bieterwettstreit aus Steuermitteln. Die sogenannten 0day-Exploits würden auf dem bereits von konkurrierenden Geheimdiensten finanzierten Schwarzmarkt für sechs- bis achtstellige Euro-Beträge gehandelt.

Quelle: spiegel.de

SONY DSC

Advertisements

Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
Dieser Beitrag wurde unter bundesweit abgelegt und mit , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.