Ich leide Hunger

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Ob es wirkt?

Ich versuche es mal mit Höflichkeit und ohne Beschimpfung (noch), also so richtig lieb:

In der Strafsache

Maxi Gewinn

erinnere ich höflich an die Bescheidung des Kostenantrages.

Ich habe Verständnis dafür, dass bei solch einem Verfahren die Absetzung des Urteils Zeit und Mühe in Anspruch nimmt.

Ich bitte aber auch um Verständnis dafür, dass die Tätigkeit von Verteidigern und Nebenklagevertretern – anders als bei Staatsdienern – als unbezahlter Vorschuss erbracht wird; umso mehr kann man dann erhoffen (erwarten?), dass die Kostenanträge nach Erbringung der Leistung nicht wochenlang unbearbeitet bleiben.

Schau mer ma.

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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4 Antworten zu Ich leide Hunger

  1. Alan Shore schreibt:

    @kj

    Haben den Ruf weg, gierig zu sein oder finanzielle Probleme zu haben? Was interessiert mich das gerichtsinterne Geschwätz über mich? Ich habe früher immer, um diesen Eindruck zu vermeiden, monatelang – in einem Fall sogar 1,5 Jahre lang – abgewartet, ob meine Kostenfestsetzungsanträge nicht doch ohne Erinnerungen und Dienstaufsichtsbeschwerden bearbeitet werden. Die Antwortet lautete: nein. Viele Akten werden nach Rechtskraft des Urteils oder im Fall eines Rechtsmittels einfach weggelegt bzw. an das Rechtsmittelgericht weitergeleitet, ohne daß die Vergütungsanträge bearbeitet werden. Ich habe die Dienstaufsicht schon mehrfach um eine Erläuterung gebeten, wie das geschehen kann, ob eine Akte nicht nach unerledigten Anträgen durchgesehen wird. Eine Antwort habe ich noch nie erhalten. Es hilft bei manchen Gerichten immer nur: erinnern, erinnern, erinnern und beschweren. Komischerweise sind es immer dieselben Gerichte, wo es zum einen nicht klappt, die Dienstaufsicht aber die Mißstände total prima findet und keinen Anlaß zur Beanstandung sieht. Selbst normale Sachstandsanfragen und höfliche Erinnerungen bleiben stets unbeantwortet, so daß nur die Dienstaufsichtsbeschwerde bleibt, in der attestiert wird, daß nicht nur die Nichtbearbeitung des Kostenfestsetzungsantrags nicht zu beanstanden ist, sondern auch die Mißachtung der Sachstandsanfragen.

    Bei anderen Gerichten hat man fünf Tage nach Einreichung des Antrags sein Geld. So schwer kann es also nicht sein, wenn man nicht in einem Krähennest arbeitet, wo alle ausschließlich für einander Verständnis haben, nicht aber für Bürger und deren Anwälte.

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