Oberlehrerhaftes Geschwurbel

Der Blamateuer unter den Oberstaatsanwälten

Wie Dieter Nuhr schon sagte:

„Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!“

Sieht Herr Oberstaatsanwalt S. aus O. anders. Obwohl er -zumindest von dem Bereich, über den er schwurbelt- keinen blassen Schimmer hat, ertüchtigt er sich, in einem herablassend oberhöflichen und oberlehrerhaften Ton anzukündigen, sich zukünftig rechtswidrig zu verhalten und Verteidigungsrechte zu ignorieren.

Er schreibt:

Sie wurden bei Aktenrücksendung um Beifügung einer Sie legitimierenden Vollmacht des Verurteilten gebeten.

Dieser Bitte haben Sie nicht entsprochen.

Sie werden gewiss Verständnis dafür haben, dass ich Ihre Akteneinsichtsgesuche fortan nur noch bei Vorlage einer Vollmacht desjenigen positiv bescheiden werde, den zu vertreten Sie behaupten.

Im Wege der Dienstaufsicht wird sicher überprüft werden, ob dort die seit beliebiger Ausgabe des auch in Staatsanwaltschaften sicher vorhandenen Kommentars zur StPO Meyer-Goßner unter der Randnummer 9 bei Vor § 137 Fundstelle bekannt sein könnte:

Eine besondere Form ist für die Beauftragung des Wahlverteidigers nicht vorgeschrieben. … ; die Wirksamkeit der Verteidigerbestellung hängt von der Vorlage einer Vollmachtsurkunde nicht ab.

Amateurhafter Quatsch mit Blamage für die eigene Zunft, mal schauen im Laufe des Verfahrens, ob er andere Sachen besser kann.

Und dann gab es diese Woche noch:

Karnevalistische Bewaffnung

Geständniszwang?

Ping-Betrug

Sachverständigenkostenbeweislastentscheidungsfreude

Super geiles Klopapier

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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3 Antworten zu Oberlehrerhaftes Geschwurbel

  1. Pingback: Arroganz ersetzt nicht Kompetenz | VollMachtsBlog

  2. Gitterschleicher schreibt:

    Naja, zum einen ist hier die Frage zu beantworten, mit welcher Frequenz der Verurteilte im Prozess seine Verteidiger gewechselt hat. Offensichtlich waren Sie erstinstanzlich nicht mit von der Partie.

    Dann gibt es auch Verteidiger, die sich ohne Wissen der Angeklagten/Verurteilten in Verfahren hereindrängen und diesen dadurch unangenehme Überraschungen bereiten. Vielleicht sind Sie ja als ein solcher Mandatsschleicher bei der entsprechenden StA bekannt. Ihr Ton lässt jedenfalls nicht darauf schließen, dass Sie Wert auf zivilisierte Umgangsformen legen.

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