Unmögliches möglich gemacht

Auch in Bayern gibt es Bewährung

Habe ich eigentlich nicht geglaubt, dass diese Bewährung möglich ist, gerade in dieser nordbayrischen, ENTSCHULDIGUNG!, oberfränkischen Stadt.

Auch der Berufungskammervorsitzende machte mehr als deutlich, dass eine weitere Bewährung neben einer laufenden Bewährung, also für einen Bewährungsversager, dort so unmöglich erscheint, wie eine rot-grüne Landesregierung.

Aber es ging doch! Die große Ausnahme! Sogar der extra aus München angereiste Dezernent des entsprechenden Spezialdezernats wehrte sich nicht wirklich und verzichtete auf Rechtsmittel.

Eine Beweglichkeit und Fairness, die ich tatsächlich dort nicht erwartet hätte und die mich überrascht und beeindruckt hat.

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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4 Antworten zu Unmögliches möglich gemacht

  1. RA Krause schreibt:

    Und ich war stolz auf meine vierte Bewährung in Niedersachsen, aber da stellst Du mich schwer in den Schatten…

  2. Fritz Müller schreibt:

    @ RA Krause:

    Aus dem Sachverhalt ergibt sich, dass die Belobigung für die Bewährung ausschließlich an Staatsanwaltschaft und Gericht geht.

    Folgt man der Logik der Berichterstattung über bayrische Gerichtsverfahren, kann dies auch gar nicht anders sein, da die Entscheidungen der dortigen Justizbehörden stets von sachfremden Erwägungen getragen sind. Darüber hinaus sind StA und Gerichte in Bayern bekanntermaßen Argumenten von Verteidigern nicht zugänglich.

    Warum sollte es daher in diesem Fall so gewesen sein? RA Siebers erweckt ja auch nicht diesen Eindruck.

  3. kj schreibt:

    Bewährung neben einer Bewährung macht nun wirklich nur dann Sinn, wenn der Täter einiges an Bewährungszeit hinter sich hat und die neue Bewährung zu einer erheblichen Verlängerung der Bewährungszeit führt. Wenn die neue Tat nicht so gravierend ist, wäre eine höhere Geldstrafe die sinnvollere Strafe.
    Im übrigen muss das Versagen einer erneuten Bewährung nicht unfair oder starrsinnig sein. Wer nach einer Verurteilung wegen Trunkenheitsfahrt mit 1,6 Promille ohne Fahrerlaubnis kurz darauf wieder dieselbe Tat begeht, gehört weggesperrt, wenn er nicht glaubhaft darlegen kann, nunmehr eine Alkoholtherapie angefangen zu haben. Beim dritten Mal ist das wie rot grün in Bayern.

  4. RA KRause schreibt:

    Achso, in einer perfekten Welt wie Bayern kann man ohne Verteidiger in die Strafverhandlung gehen und wird ein gerechtes Urteil erhalten, welches dazu noch milder ist als in den anderen Bundesländern üblich.

    Stimme jetzt zu, da hat der Kollege Siebers sich mit fremden Federn geschmückt…

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