Deutscher in der Schweiz verurteilt

Geklaute Daten für die Steuerfahndung

In Deutschland jubeln Politik und Finanzämter, weil Halunken in der Schweiz Daten klauen und an Halunken Steuerfahnder weitergeben, die keine Probleme mit ihrer – nach Schweizer Recht – kriminellen Energie haben.

Anstiftung, Beihilfe, egal, die Schweizer können uns mal – offenbar bis heute die Einstellung der deutschen Staatsdiener. Und dass ein eigener Informant jetzt in der Schweiz über die Klinge springt: egal, für die Kohle finden wir bestimmt den nächsten Denunzianten.

In der Schweiz ist ein Deutscher für die Weitergabe von Bankdaten an deutsche Finanzbehörden zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Bern (dts Nachrichtenagentur) – Die Richter des Bundesstrafgerichts in Bellinzona verurteilten den 54-Jährigen zu einer teilbedingten dreijährigen Haftstrafe und einer hohen Geldstrafe. Der IT-Spezialist hatte gestanden, Kundendaten gestohlen und über einen Mittelsmann für rund eine Million Euro an den deutschen Staat verkauft zu haben.

Quelle: newsticker

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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5 Antworten zu Deutscher in der Schweiz verurteilt

  1. kb schreibt:

    Haben Sie auch was gegen diejenigen, die in der Schweiz das Geld deutscher Steuerhinterzieher entgegennehmen und somit zumindest Beihilfe zur Steuerhinterziehung leisten ?

  2. kj schreibt:

    Was Snowden, Assange und Manning getan haben, war nach amerikanischer Rechtsauffassung auch strafbar. Sind es Denunzianten?

    • NVM-Konteradmiral schreibt:

      Also ich würde sie als attention whores bezeichnen, zu Deutsch: Wichtigtuer

      Offen gesagt hat keiner der drei Herren wirklich Neues ans Tageslicht gebracht, sondern lediglich bestehende Mutmaßungen/ Verschwörungstheorien bestätigt.

      • kj schreibt:

        Das Schwarzgeld und Steuerhinterziehung ein Geschäftsmodell der Schweiz war, hatten wir ja auch geahnt, dank der CDs liegen die Beweise vor. Schwächt natürlich den Wirtschaftsstandort Schweiz wie obige Herren das Ansehen der Amerikaner.
        Daher regieren beide mit der unverhältnismäßigen Strafrechtskeule.

  3. JJ Preston schreibt:

    Das Problem dürfte die Million eingestrichener Euro gewesen sein. Sonst hätte er argumentieren können, dass er das als staatsbürgerliche Pflicht angesehen hat, und wäre wohl billiger davongekommen.

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