Erfundene Vergewaltigung

Schon wieder

Eigentlich schon bald Routine; eine angebliche Vergewaltigung, höchst spektakulär geschildert, die Öffentlichkeit aufgewiegelt, der Pranger wird schon aufgerichtet, man muss den Täter nur noch finden und schlachten: alles frei erfunden!

In mir keimt in solchen Fällen die Hoffnung, dass auch die Staatsanwälte und Richter, die später bei Sachverhalten dieser Art Entscheidungen zu treffen haben, erkennenden, dass die Frage der Glaubhaftigkeit solcher Angaben nicht nur daran zu bemessen ist, ob die angeblichen Opfer bestimmte Glaubhaftigkeitskriterienkataloge auswendig gelernt haben  oder entsprechend beraten wurden.

Eine 25 Jahre alte Frau, die angezeigt hatte, am 10. Juli in der Feldmark bei Riddagshausen vergewaltigt worden zu sein, gab in einer polizeilichen Vernehmung am Donnerstag zu, die Tat erfunden zu haben.

Nach ihren Angaben habe es zwar einen Zwischenfall mit einem Autofahrer gegeben, in dessen Verlauf sie geschlagen worden sei, allerdings ohne jeden sexuellen Bezug.

Gegen die Frau wird nun wegen Vortäuschen einer Straftat ermittelt.

Die Polizei hatte unmittelbar nach Bekanntwerden des Sachverhalts, der in der Öffentlichkeit für erhebliches Aufsehen sorgte, eine Ermittlungsgruppe mit fünf Beamten eingerichtet.

Nach einer intensiven Öffentlichkeitsfahndung mit einem Phantombild des angeblichen Täters und Hinweisen auf das mögliche Täterfahrzeug waren zahlreiche Hinweise eingegangen. Diese erwiesen sich nun als haltlos.

Quelle: highwaynews.de

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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