Viel Wort, viel Ehr?

Viel Wort, viel Strafe?

Man weiß es nicht so genau, würde Stefan Raab sagen. EX-Bundes-Bettina-Ehegespinst Wulff lässt wehren; wehret der Anklage mit viel Papier und Wort; ob 65 Seiten vielleicht eher ermüden, alles Pulver verschossen und die eigene Argumentation dem Gegner zum genüsslichen Zerpflücken vorzeitig dargeboten wird, mag sich zeigen. Andere Taktiken wären sicher erwägenswert gewesen.

Ex-Bundespräsident Christian Wulff hat sich mit einer 65-seitigen Anklageerwiderung gegen die Korruptionsvorwürfe der Staatsanwaltschaft zur Wehr gesetzt. Dies berichtete die «Bild am Sonntag». Wulffs Anwalt Bernd Müssig habe das Schreiben Mitte Juni beim Landgericht Hannover eingereicht. Darin würden schwere Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft erhoben. So sei Wulff von den Ermittlern zum Lügner erniedrigt worden. Wulff war Mitte April wegen des Verdachts der Bestechlichkeit angeklagt worden.

Quelle: Braunschweiger Zeitung

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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2 Antworten zu Viel Wort, viel Ehr?

  1. Hermann schreibt:

    Es soll Richter geben, die das Zwischenverfahren ernst nehmen. Bei denen lohnt es sich durchaus, wortreich die Nichteröffnung des Hauptverfahrens zu beantragen. Manchmal erhält man sogar einen ebenso wortreichen Nichteröffnungsbeschluß zurück. Bei den meisten ist das aber in der Tat Zeitverschwendung.

  2. kj schreibt:

    Richter die das Zwischenverfahren ernst nehmen, lassen sich von seitenlangen Worten nicht leiten, sondern von Fakten, unabhängig davon ob der Beschuldigte einen Anwalt hat oder nicht, was geschrieben wird oder nicht.
    Im Fall Wulff soll die Staatsanwaltschaft sorgfältiger als sonst geprüft haben, ob Anklage erhoben wird, so das das Gericht die Anklage zulassen wird.

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