Dumm gelaufen

Ausgerutscht für Schweinenacken

Er hatte nur Hunger. Kann man ihm glauben, sieht aus wie ein alter Klepper. Dass man dann gleicht in einen Fleischgroßhandel einbricht, zeigt, dass der Hunger wirklich groß war.

Er suchte auch kein Filet, sagt er, nur Schweinebauch oder Nacken oder so. Er wollte wirklich keinen großen Schaden anrichten.

Dass er dann auf dem glatten frisch gewaschenen Fliesenboden die Schwalbe machte und sich nicht nur an einer Tischkante eine Beule, einen Cut und eine Ohnmacht holte, war nicht geplant, auch nicht, dass er dabei die Alarmanlage auslöste.

Aber dann freute er sich. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Und was gab es da: Schweinenacken zum Mittag.

Teures Krankenhausessen, und nach dem zu erwartenden Bewährungswiderruf gibts dann  vor dem Amtsgericht einen in den Nacken und den nächsten Schweinenacken dann im Knast.

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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3 Antworten zu Dumm gelaufen

  1. hebo schreibt:

    >>>Er suchte auch kein Filet, sagt er, nur Schweinebauch oder Nacken oder so.<<<<

    Der sagte wohl die Wahrheit und das macht seine Naivität sympatisch.

  2. Peter schreibt:

    Naja, er kommt ja dann unter Vollverpflegung. Ab udn zu wirds da sicher auch Schwinenacken geben 😉

  3. kj schreibt:

    Muss die Sache nicht rechtskräftig entschieden werden, bevor über den Bewährungswiderruf entschieden wird? Bis dahin gilt man doch dem Gesetz nach als unschuldig.
    Sollten die Einlassungen wirklich glaubhaft sein, käme bei Milde eine Geldstrafe in Betracht. Das Gesetz ließe das zu. Die Landgerichte als Berufungsgericht sind da unabhängiger als die Amtsgerichte. Dann käme eigentlich kein Bewährungswiderruf in Betracht, oder?

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