Hoeneß und die Waschweiber

Keiner spricht und alle wissen alles

Ein feines System, die Waschweiber-Küche der bayrische Justiz. Man liest:

Oberstaatsanwalt Ken Heidenreich sagte der „Bild am Sonntag“ lediglich: „Zu Inhalten des Ermittlungsverfahrens äußern wir uns nicht, dazu gehören auch Gespräche mit den Verteidigern.“ Auch Hoeneß‘ Anwälte wollten sich nicht dazu äußern.

Quelle: Welt

Das bedeutet, eigentlich könnte niemand nichts wissen. Aber:

Bayern-Präsident Uli Hoeneß und seine Anwälte streben offenbar einen Deal mit der Staatsanwaltschaft an, um ihm eine Gerichtsverhandlung und eine mögliche Gefängnisstrafe zu ersparen. Wie die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf Kreise der bayerischen Staatsregierung und der Justiz berichtet, soll Hoeneß bereit sein, dafür neben der Geldstrafe in Millionenhöhe eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung zu akzeptieren.

Schon putzig, wenn die Behörde, die es angeht, sich nicht äußert, Quellen aus der Staatsregierung und der Justiz aber plaudern wie die Waschweiber. AMIGO lässt grüßen.

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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6 Antworten zu Hoeneß und die Waschweiber

  1. rawsiebers schreibt:

    Um die Frauenquote nicht zu umgehen: Die meisten Waschweiber in der Justiz sind Männer.

  2. Matthias schreibt:

    Recht haben sie. Knast ist für Schwarzfahrer und Eierdiebe.
    Rechtsstaat wird einfach überbewertet.

    • Dubiator schreibt:

      Wie sagte noch der Indianerhäuptling: Geld kann man nicht essen.

      Von daher ist Knast für Eierdiebe absolut vertretbar. Hoeneß kann derweil ein Millionenhonorar an seine Verteidiger abdrücken.

      Nur lachende Gesichter!

  3. Jochen Hoff schreibt:

    Na bitte die Justiz funktioniert. Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen. Niemand hatte anderes erwartet. Und es ist richtig das die Waschweiber reden. Dann können die Amigos die Sache eben nicht unter der Decke halten wie es sonst immer wieder passiert.

    Dieser Deal – und er wird kommen – ist ein direkter Schlag ins Gesicht aller Bürger die sich von der Justiz wie zum Beispiel der Hamburger Pressekammer ausbeuten und erniedrigen lassen müssen. Ich geh mir heute Abend mal wieder Laternen ankucken und träume von Stricken die man daran befestigen könnte.

  4. Andreas Klenke schreibt:

    Vielleicht sollte man die rechtlichen Folgewirkungen für UH beschreiben, je nach Zumessung einer Strafe bis 12 Monate oder > 12 Monate.

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