Gastbeitrag: Lernen für das Staatsexamen

Lernen für das Staatsexamen: Bloß nicht den Überblick verlieren

 Jura ist ohne Zweifel ein interessantes Studienfach, aber auch mindestens genauso lernintensiv. Besonders wenn es auf die Staatsexamen zugeht, sitzen die meisten Studenten einen Großteil ihrer Zeit vor ihren Büchern und in Repetitorien. Doch der Wille zum Lernen allein reicht nicht aus, um erfolgreich zu sein. Denn wer ohne Plan an die Vorbereitung geht, verliert sich allzu leicht in seinen Lernmaterialien. Mit einem kleinen Trick kann aber jeder die Übersicht behalten.

 Lernen ist eigentlich wie der Besuch in einer fremden Stadt: Wer einen Plan hat, geht auch nicht verloren. Wer jedoch einfach darauf losstürmt, der verläuft sich relativ leicht. Überträgt man das auf die Rechtswissenschaften, lassen sich viele Parallelen finden. Sie sind wie eine große Stadt mit verschiedenen Ortsteilen. Und wie bei einem richtigen Stadtplan findet man die Orientierungshilfen für Jura auch entweder im Fachgeschäft oder online. Noch effektiver ist es allerdings, sich selber einen Plan zu machen. Das geht ganz einfach mit einer Mindmap.

 Die Gedanken in Ordnung bringen

 Mindmaps sind vor allem bekannt, um seine Gedanken zu visualisieren und in die rechte Ordnung zu bringen. Und genau darum geht es auch, wenn man sich in die Examensvorbereitung stürzt. Mit verschiedenen Gratis-Programmen aus dem Internet kann jeder heute in Sekundenschnelle eine Mindmap erstellen. Doch wie lässt sich das auf die Rechtswissenschaften anwenden? Im Zentrum der Mindmap kann ein Rechtsgebiet stehen oder auch nur ein Begriff aus diesem Bereich, beispielsweise das Erkenntnisverfahren im Zivilrecht I. Davon spalten sich verschiedene Äste ab mit Titeln zum jeweiligen Untergebiet. Das können zum Beispiel Klagearten, Verfahrensgrundsätze oder Rechtsbehelfe sein. Davon können sich wiederum weitere Stichpunkte abspalten, die noch weiter ins Detail gehen.

 Natürlich kann niemand die ganzen Untergebiete und die dazugehörigen Stichpunkte aus dem Kopf aufschreiben, wenn er sie gerade erst lernt. Da hilft ein kleiner Trick: Ein Blick in die Lehrbücher hilft. Oft bieten die Inhaltsverzeichnisse eine gute Orientierung und können als Grundgerüst dienen.

 Hundebilder als Gedächtnisstütze

 Mit den Mindmaps ist zwar ein wichtiger Grundstein für den Lernprozess gelegt, sie sind jedoch nur die Vorbereitung. Die eigentliche Aufgabe ist das Erinnern der Inhalte. Das ist nicht gerade die leichteste Aufgabe, aber auch hier gibt es Tricks, die das Lernen leichter machen. Experten raten oft zum assoziativen Lernen, das heißt, man verknüpft den Lerngegenstand in seinem Kopf mit Bildern und Geschichten.

 Dafür nimmt man die Begriffe, die man sich merken möchte und spinnt darum eine kleine, bildhafte Anekdote. Dabei gilt: Je merkwürdiger die Geschichte ist, desto leichter lässt sie sich merken. Bei Begrifflichkeiten aus dem Alltag geht das relativ leicht, juristisches Vokabular ist jedoch oft abstrakt. Aber auch hier gibt es einen Trick, der mit Reimen und Bildern funktioniert. Wer sich beispielsweise etwa den Begriff Grund merken muss, kann sich das Bild eines Hunds einprägen, da die Wörter ähnlich klingen. Geht es um den Anwendungsbereich, hilft die Vorstellung eines Bluescreens von Windows der einen Anwendungsfehler anzeigt. Natürlich helfen auch Assoziationen, zu denen man einen persönlichen Bezug hat.

Das sind nur zwei Methoden, wie man zielorientiert lernt und sich intensiv auf sein Staatsexamen vorbereitet. Wie die Techniken genauer funktionieren und welche Lernstrategien es noch gibt, verrät unter anderem der Online-Kurs „Lerntechniken für Juristen“ auf lecturio.de. In anschaulichen Videos und anhand von umfangreichen Lernmaterialien erklärt ein erfahrener Dozent, wie er sich selbst auf seine Jura-Prüfungen vorbereitet hat.

Autor: Onlinemarketing – Lecturio GmbH
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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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