Der muss einfach weg

Die Frau Staatsanwältin meint, dass für einen Jugendlichen 3 Jahre Jugendstrafe angemessen seien, weil die Menge des eingeführten Rauschgiftes sehr hoch gewesen sei.

Angesprochen darauf, dass es im Jugendstrafrecht weniger auf die Menge als doch primär auf den Erziehungsgedanken ankommt, fiel ihr so viel nicht ein außer dem Satz:

Der muss einfach weg!

So leicht kann man es sich machen, wenn man es nicht besser weiß oder nicht besser wissen will.

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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9 Antworten zu Der muss einfach weg

  1. Marc Geek schreibt:

    Da denk ich doch eher DIE muss einfach weg …

  2. Miraculix schreibt:

    Ich habe den Eindruck, die muss einfach weg …
    Viel weiter kann man ja kaum danebenliegen.

  3. RA Anders schreibt:

    Hoch qualifizierte Jugendstaatsanwältinnen sind doch immer wieder eine Freude!

  4. gulia schreibt:

    Rauschgift Handelungen ist geplant worden von Verteidigung Ministerium, EU war das Tor für Rauschgift und verschiedene Drogen Handlungen, das wegen 540 Millionnen geschloßen worden von der Reagierende Jahrlich an Afghanistan zu invenstieren. Sie wissen das genaue, spielen hier „Korrespondenz“.

  5. Xyz schreibt:

    Das kenne ich sonst nur von Prozessen bei denen es um Kindesmissbrauch geht.
    NIEMAND muss einfach weg oder getötet werden, auch Erwachsene haben die Chance eine Strafe zu verbüßen und es dann besser zu machen.

  6. Miraculix schreibt:

    @Xyz
    und welche Strafe wäre für so eine Staatsanwältin angemessen?

  7. kj schreibt:

    die Dame hat Recht. Der ist eine Gefahr für seine Umgebung, wenn er mit großen Mengen Rauschgift weit über den Eigengebrauch hinaus dealt. Braucht dann halt entsprechende lange und nachhaltige erzieherische Einwirkung
    Die Gefährlichkeit des Täters und die Schwere der Schuld sollte auch im Jugendstrafrecht (obwohl ich da fast null Ahnung habe) berücksichtigt werden. Es wäre ja unangemessen, einen notorischen Schwarzfahrer oder Mopedfrisierer lange einzusperren, weil er uneinsichtig ist und einen heulenden Vergewaltiger oder Totschläger ohne Anhaltspunkte für eine Wiederholung mit Arbeitsstunden zu behätscheln.
    Im Erwachsenenstrafrecht gilt auch vorrangig der Resozialisationsgedanke. Keiner käme auf die Idee einen resozialisierten KZ Massenmörder nicht einzusperren.

  8. Motzki schreibt:

    Und? Was ist rausgekommen?

  9. Das Ich schreibt:

    Vielleicht wären ja ab und an Amerikanische Methoden garnicht schlecht…Knast oder Bootcamp.
    Denn mit „Erziehung“ in Form von „Du bist jetzt verwarnt“ Böse böse, mach das nie wieder sonst Sozialstunden“ kann man den meisten Jugendlichen nicht mehr kommen.

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