Teure Renovierung

Mir käme die Tine Wittler nicht unbedingt ins Haus, wenn es um eine Renovierung ginge. Und das ist wohl auch gut so, denn sonst hätte man flugs das Finanzamt am Hacken.

Für Teilnehmer der Renovierungsshow „Einsatz in vier Wänden“ könnte bald das böse Erwachen im frisch renovierten Schlafzimmer kommen: Wie der „Spiegel“ berichtete, haben mehrere Kandidaten Steuerbescheide erhalten.

Ein Problem dabei: Die meist sozial schwachen Kandidaten, zu denen TV-Heimwerkerin Tine Wittler mit ihrem Team ausrückt, können die Forderung vom Amt in der Regel gar nicht erfüllen.

Finanzamt greift bei Einsätzen von TV-Teams zu

Hintergrund sei, dass die Finanzämter – allen voran die Finanzverwaltung Berlin – zunehmend davon ausgehen, dass die Verschönerungseinsätze der TV-Teams versteuert werden müssen, wie das Magazin weiter schreibt.

Mit dieser Sichtweise der Berliner Finanzverwaltung sei die Produktionsfirma MME, die das Format „Einsatz in vier Wänden“ verantwortet, nach eigenen Angaben erstmals Ende 2012 konfrontiert worden. Derzeit liefen Gespräch mit der Behörde, wie Geschäftsführer Marc Lammek dem Magazin sagte.

Dass sich die Produktionsfirma und auch RTL dafür einsetzen werden, dass diese Rechtsauffassung nicht gängig wird, ist klar: Dem Show-Format käme es nicht entgegen, wenn die Teilnehmer im Anschluss Steuern für ihre aufgehübschten Wohnräume zahlen müssten.

Quelle: hd.welt.de

Himmlisches Gericht

Advertisements

Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
Dieser Beitrag wurde unter Braunschweig, bundesweit, Fachanwalt, Halle, Leipzig, Rechtsanwalt, Strafrecht abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Teure Renovierung

  1. Serberino schreibt:

    Irgendwo muss der Staat ja die Kohle für die Pflichtverteidiger herkriegen.

  2. Holger schreibt:

    Wenn die Show so erfolgreich (=ertragreich) ist, dürfte es dem Sender doch nicht schwerfallen, die im Verhältnis zu den sonstigen Kosten geringen Steuern auch zu übernehmen…

Kommentare sind geschlossen.