Manche lernen es nie

In der ersten Instanz gab es das volle Brett, knapp ein Jahr ohne Bewährung.

Ich habe dem Mandanten eingebläut, dass er den durch den abgeurteilten Betrug entstandenen Schaden wieder gutmachen soll, um bis zur Berufungsverhandlung dann eine bessere Position zu haben; das hätte wohl auch geklappt.

Jetzt, wenige Tage vor der Verhandlung, teilt mir der Mandant mit, dass er andere finanzielle Verpflichtungen gehabt habe, die ihm selbst wichtiger erschienen seien und fragt, was ich denn jetzt zu tun gedenke, damit eine Bewährung herauskommt.

Den Zahn musste ich ihm ziehen und habe ihm angeraten, eine Knastgrundausstattung zusammenzupacken. Hat er -vielleicht- verstanden. Gekämpft wird natürlich trotzdem, zwar nicht mit stumpfen Schwert sondern mit weichgekochtem Spargel, aber, was soll es ….

Außergewöhnlich

Advertisements

Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
Dieser Beitrag wurde unter Braunschweig, Fachanwalt, Rechtsanwalt, Strafrecht, Verteidiger abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Manche lernen es nie

  1. Vollzugsteilnehmer schreibt:

    Ein Jahr ohne Bewährung ist also „das volle Brett“

    Ich bin ebenso irritiert wie amüsiert.

    Vollzugsteilnehmer

  2. rawsiebers schreibt:

    Na ja, bei einem Schaden von unter 1.500,00 € war das schon das volle Brett!

  3. Vollzugsteilnehmer schreibt:

    Ah, nach dieser ergänzenden Information verstehe ich nun „das volle Brett“.

    Vollzugsteilnehmer

Kommentare sind geschlossen.