Der braucht gar nicht erst anzurufen

Ein Amtsgericht in einem Westflügel, eine Richterin mit Arroganz, dass es quietscht.

Ja, sie hebt den einen Termin auf, sagt sie der Sekretärin am Telefon. Ach, am Ersatztermin kann der Anwalt nicht? Ist ihr doch egal, kann er ja einen Vertreter schicken.

Wie, anrufen? Brauch der Anwalt nicht, der Termin steht jetzt. BASTA!

Ich glaube, das wird noch viel Spaß bereiten, das Verfahren.

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Über rawsiebers

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht, bundesweit tätig, TOP-RECHTSANWALT Deutschland 2014, 2015 + 2016: STRAFRECHT (Focus-Spezial von 2014, 2015 + 2016)
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5 Antworten zu Der braucht gar nicht erst anzurufen

  1. RA JM schreibt:

    Gib’s Ihr !

  2. rawsiebers schreibt:

    Sie bekommts!

  3. kj schreibt:

    Was macht Anwalt denn dann? Falls Mandant nicht hingeht, ergeht Haftbefehl. Mandant schicken der schweigt und auf die Unfairness des Verfahrens hinweist, macht sich auch nicht so gut.
    Kollegen hinschicken, der blockiert, zumindest hat dann Richterin Termin durchgesetzt.
    Befangenheitsanträge werden meist abgelehnt, auch wenn sie nach der Kommentierung begründet wären. Käme noch Amtspflichtverletzungsklage wegen der Mehrkosten in Betracht, aber das müsste Mandant sich zusätzlich antun

  4. rawsiebers schreibt:

    Der Anwalt macht genau das, was richtig ist. Da die Dame hier mitliest, werde ich es jetzt noch nicht verraten.

  5. kj schreibt:

    Mal schauen ob Sie es später verraten. Es wäre fair, die Dame auf die einschlägige Rechtsprechung hinzuweisen, das der Mandant das Recht auf einen Verteidiger seiner Wahl hat und sie das bei der Terminierung zu berücksichtigen hat. Die sachliche Ebene macht vielleicht weniger Spaß, als zurückzuschlagen.

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